06. 01. 2021 – 11 Uhr: Virtuelle Pressekonferenz „Dreikönigstreffen im Bordell“

06. 01. 2021 – 11 Uhr: Virtuelle Pressekonferenz „Dreikönigstreffen im Bordell“

Pressemitteilung:

„Dreikönigstreffen im Bordell“

Die Corona-Pandemie hat die Prostitutionsbranche besonders hart getroffen. Nachdem die Bordelle länger geschlossen waren als vergleichbare Branchen und sie die Öffnung – trotz funktionierender Hygienekonzepte – juristisch erstreiten mussten, sind sie erneut geschlossen seit dem 02. November 2020.
Sexarbeiter*innen haben ihren sicheren und hygienischen Arbeitsplatz verloren und wenn sie z. T. wegen fehlender staatlicher Unterstützung trotzdem weiterarbeiten müssen, geschieht dies in bedeutend unsicheren Situationen.

Frau Leni Breymaier, SPD-Bundestagsabgeordnete und andere, haben diese für alle schweren Zeiten zum wiederholten Male genutzt, um Lügen zu verbreiten. Damit wollen sie offensichtlich ein Klima schaffen, um ihrer Forderung nach einem Sexkaufverbot Ausdruck zu verleihen.

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17.12.2020: Internationaler Tag zur Beendigung von Gewalt an Sexarbeiter*innen

17.12.2020: Internationaler Tag zur Beendigung von Gewalt an Sexarbeiter*innen

 

Feedback und Resonanz zu Aktionen zum Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt an Sexarbeiter*innen

 

 

 

Weitere Infos und Statements sind zu sehen auf unserer facebook-Seite.

Presse:
17.12.2020: Arts of the Working Class: Interview zum Internationalen Tag……

17.12.2020: Frauenseite Bremen

http://madamekali.de/html/againstviolence.html

Gewalt begegnet uns auch in der Sexarbeit, wie im häuslichen Bereich und in den verschiedensten Arbeitskontexten. Da ist die Sexarbeitsbranche nicht besser und nicht schlechter als andere – wir sind halt das Spiegelbild der Gesellschaft.

Allerdings lehnen wir jede Form von Gewalt und Ausbeutung in der Sexarbeit ab, sei es zwischen Sexarbeiter*in und Kunden, Sexarbeiter*innen untereinander oder zwischen Sexarbeiter*in und Bordellbetreiber*in. Dies sind zwar Ausnahmen, die wir jedoch nicht hinnehmen wollen. Wir unterstützen aktiv Sexarbeiter*innen, sich dagegen zur Wehr zu setzen, auch mit Hilfe der Regelungen des Strafgesetzbuches.

Tatsächlich betrachten wir starke Sexarbeiter*innen als beste Voraussetzungen, alle Gefahren zu begegnen. Deshalb machen wir uns stark für eine Professionalisierung von Sexarbeiter*innen.

Daneben hat die Corona-Pandemie auch die Benachteiligungen der Branche insgesamt deutlich gemacht. Strukturelle Gewalt ist nach wie vor die entscheidende Stellschraube für Gleichstellung, Rechte und Respekt.

Wir planten als gemeinsame Aktion, in Kooperation mit dem BesD, deutschlandweit am 17. 12. in verschiedenen Städten Versammlungen und sonstiges durchzuführen. Bedingt durch den verordneten harten Corona-Lockdown haben wir alles abgesagt, aber auch weil wir uns beteiligen wollen an der Gesundheit aller und der Reduzierung der Infektionszahlen.

Online Aktionen werden natürlich trotzdem stattfinden.

Gemeinsam sind wir stark! BesD und BSD rufen auf zum deutschlandweiten, virtuellen Aktionstag am 17.12.2020. Mit unseren Bündnispartner*innen aus Gesundheitsämtern, Fachberatungsstellen der Prostitution, Aidshilfen und proFamilia berichten wir über die tatsächlichen Arbeitsverhältnisse in der Prostitution, den Anforderungen an Sexarbeiter*innen und Bordellbetreiber*innen, den Wünschen und Bedürfnisse der Kunden, den gesetzlichen Vorgaben, den Gefahren von Abhängigkeiten und Gewalt, aber auch den aktuellen Fragen, die sich aus der Corona-Pandemie ergeben und beantworten gern die Fragen von interessierten Bürger*innen.

Internationaler Tag zur Beendigung von Gewalt an Sexarbeiter*innen

Flyer: 17.12.20: Internationaler Tag zur Beendigung von Gewalt an Sexarbeiter*innen

17.12. - Aktionstag

Aktionstag findet deutschlandweit statt, um auf tatsächliche und strukturelle Gewalt in der Sexarbeit aufmerksam zu machen

Für weitere Infos zum Gedenktag verweisen wir auf den Blog von Sonja Dolinsek
„Menschenhandel heute“:
17. Dezember: Der Internationale Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter_innen (International Day to End Violence Against Sex Workers)

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Aufruf zur Demo am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Aufruf zur Demo am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Seit 1981 wird am 25. November weltweit für die Opfer von Gewalt an Frauen gedacht.

Wir lehnen jegliche Form der Gewalt an Frauen ab – sei es physische, psychische, sexualisierte oder strukturelle Gewalt! In welcher Gesellschaft leben wir, wo Menschen keine anderen Lösungen für ihre Konflikte finden, wo Gewalt nicht generell angegangen wird und abgelehnt wird, wo Opfer vielfältig keine Unterstützung und keinen Schutz bekommen, wo Gewalt besteht auch durch ungerechte Gesetze und unfaire Umsetzung?

Wir lehnen auch jede Form von Gewalt gegen Sexarbeiter*innen ab. Ja, auch die Sexarbeitsbranche ist nicht frei von Gewalt. Sie ist nicht besser und nicht nicht schlechter als andere – wir sind lediglich das Spiegelbild der Gesellschaft. Wir unterstützen aktiv Sexarbeiter*innen, sich dagegen zur Wehr zu setzen, auch mit Hilfe der Regelungen des Strafgesetzbuches.

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05. 08. 2020 – taz: „Ungeschützt“

Das Corona-Verbot, wonach nun schon seit 5 Monaten die Bordellen geschlossen sind, treibt jeden Tag mehr und mehr Sexarbeitarbeiter*innen – ohne Schutz – auf die Straßen und zu Haus- und Hotelbesuchen. Wir haben immer davor gewarnt.

Der Journalist Mitsuo Iwamoto ist den Vorwürfen an die Politik nachgegangen und hat die Not bestätigt gefunden, aber auch leider von Gewalt und Übergriffen erfahren.

Ungeschützt

Wegen Corona sind Bordelle geschlossen. Viele Sexarbeiter*innen müssen dennoch weiter ihre Dienste anbieten – und sind dabei gefährdeter als sonst.
Corona – Doppelmoral auch in der Krise

Corona – Doppelmoral auch in der Krise

Bundesfamilienministerium und Senat von Berlin fragen nach:
können von Gewalt betroffene Frauen vorübergehend in geschlossenen Bordellen untergebracht werden, weil es zu vermehrter häuslicher Gewalt wegen der Verpflichtung zuhause zu bleiben kommt und die Frauenhäuser schon vor Corona hoffnungslos überfüllt waren?

Ein Rundruf unter unseren Mitgliedern deutschlandweit ergibt, alle wollen helfen, das gebiete die Situation der Stunde, Solidarität sei selbstverständlich, Geldforderungen wurden nicht genannt.

Bundesfamilienministerium und Senat von Berlin lehnen das Angebot der BSD-Mitglieder dann ab. Es gäbe eine andere Lösung!

Und wieder ist es die Moral. Denn nur die steht hinter der Ablehnung. Für Hotelunterbringungen der Frauen in Not wurden vorher ungeheure Summen verlangt. Für ein Zimmer mit Bett, ohne Küche – geschweige denn eine „Betreuung“ oder darüber hinaus erforderliche Versorgung.

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Schlagwort: Gewalt