2. Juni = Internationaler Hurentag

Kampf um gleiche Rechte

1975 hatten in Lyon/Frankreich Sexarbeiter*innen die Kirche Saint Nizier für mehrere Tage besetzt. Vorausgegangen waren vermehrte Razzien der Polizei mit Bußgeldern, weil Sexarbeiter*innen auf der Straße auf ihre Kunden warteten. Dagegen wurden sie nach 2 Morden an Sexarbeiter*innen nicht aktiv. Seitdem demonstrieren Sexarbeiter*innen weltweit am 2. Juni und fordern Gleichstellung mit anderen Erwerbstätigen.

Auch heute kann man in Deutschland nicht von gleichen Rechten für die Sexarbeitsbranche sprechen:

(mehr …)

TAMPEP solidarisiert sich mit unseren Forderungen nach Öffnung der Bordelle

TAMPEP solidarisiert sich mit unseren Forderungen nach Öffnung der Bordelle

TAMPEP existiert bereits seit 1993 als Europäisches, von Sexarbeiter*innen geführtes Netzwerk und macht sich insbesondere stark für die Rechte von migrierten Sexarbeiter*innen. Dabei geht es hauptsächlich um das Recht auf Arbeit, das Recht auf Gesundheit und das Recht, sich frei zu bewegen.

TAMPEP solidarisiert sich mit dieser Erklärung mit der Bewegung von Sexarbeiter*innen im Kampf für gleiche Arbeits- und Menschenrechte.

(mehr …)

26.09.2020 – Protestaktionen für unsere Rechte in Bonn

Sexarbeit – Ja klar! – Protestaktionen in Bonn

Samstag, den 26. September 2020
11.00 Uhr: Stiller Protest
Ort: Gustav-Stresemann-Institut, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der einen Seite der Straße stehen wir: Sexarbeiter*innen, Bordellbetreiber*innen und Unterstützer*innen.

Auf der anderen Seite die Teilnehmer*innen des Kongresses der Abolitionisten, die für eine „Welt ohne Prostitution“ eintreten.

(mehr …)

20. 07. 2020: Brandbrief an die Politik

Öffnet die Bordelle – auch Sexarbeit braucht eine Perspektive

Der Staat und die politischen Entscheidungsträger haben wegen Covid19 alle Bordelle deuschlandweit Mitte März geschlossen. Während rundum das Leben langsam wieder erwacht, die Geschäfte, Restaurants, Hotels öffnen und trotz kleiner Kundenzahl ein Überleben möglich erscheinen lässt, bleibt die Politik in Sachen Sexarbeit still. Selbst Frisöre, Kosmetik, Massagen, Kontaktsport – also körpernahe Dienstleistungen und ähnliches – sind wieder erlaubt. Auch in Schwimmbädern, Fitness- und Tanzstudios ist ein Mindestabstand nicht mehr einzuhalten, in Saunen können wieder Aufgüsse genossen werden und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 300 Personen stattfinden. Selbst Swingerclubs sind wieder am Start. Doch die Prostitutionsstätten bleiben zu.

Wir wenden uns erneut an die Bundes- und Landespolitiker und fordern:

  • Stellen Sie sich den Realitäten!
  • Bordelle bieten Schutz und gute Arbeitsbedingungen!
  • Halten Sie uns nicht für dümmer als andere Selbstständigen und Gewerbetreibenden!
  • Achten Sie unsere Rechte!
  • Verspielen Sie nicht unseren Respekt und den, den wir vor dem Staat haben sollten!

Vollständigen Brief lesen: Brief an die Politik 20. 07.2020

 

Internationaler Hurentag – 2. Juni

1975 hatten in Lyon/Frankreich Sexarbeiter*innen die Kirche Saint Nizier für mehrere Tage besetzt. Vorausgegangen waren vermehrte Razzien der Polizei mit Bußgeldern, weil Sexarbeiter*innen auf der Straße auf ihre Kunden warteten. Dagegen wurden sie nach 2 Morden an Sexarbeiter*innen nicht aktiv.

Andere Sexarbeiter*innen solidarisierten sich und besetzten Kirchen in anderen französischen Städten. Sie forderten mehr Schutz, bessere Arbeitsbedingungen und Rechte. Die Politiker*innen weigerte sich, sie anzuhören oder mit ihnen in den Dialog zu treten und ließen stattdessen nach wenigen Tagen die  Kirchen räumen.

 

Seitdem wird am 2. Juni weltweit der Hurentag gefeiert. In Demos und Aktionen wird auf die rechtliche und gesellschaftliche Diskriminierung von Sexarbeiter*innen hingewiesen, aber auch fröhlich und ausgelassen gefeiert.

Aktionen am 02. Juni 2020

Aktion am 02. Juni 2019 

Aktion am 02. Juni 2017

Schlagwort: Rechte