Herzlich Willkommen beim BSD

Herzlich Willkommen beim BSD

Viele fragen sich: was ist der BSD? Wer ist der BSD? Wofür steht der BSD?

BSD ist die Abkürzung für Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen. Er ist ein eingetragener Verein, der gegründet wurde am 25. 03. 2002, also kurz nach dem Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes (ProstG) am 01. Jan. 2002.

Er wurde von 8 InhaberInnen bordellartiger Betriebe und selbständigen Prostituierten in Berlin gegründet und tritt ähnlich den Zusammenschlüssen in anderen Branchen (z. B. die der Anwälte, von Taxiunternehmen, Hotels oder der Stromwirtschaft) für die Interessen seiner Mitglieder ein. Die sind BordellbetreiberInnen, Sexarbeiter*innen und Fördermitglieder.

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Strafrecht

Monika Frommel, eine Strafrechtlerin, Wegbereiterin und Unterstützerin in der schwierigen Frage der rechtlichen Bewertung von „Prostitutions-Gesetzen“ hat in einem interessanten Artikel die „Entwicklung“ u. a. des Sexualstrafrechts und des ProstituiertenSchutzGesetzes beleuchtet und kritisiert. Bravo!

Artikel: Wider die Remoralisierung des Strafrechts

Prostitutionsgesetz

Das Prostitutionsgesetz (ProstG) (richtig: Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten) trat am 01. 01. 2002 in Kraft und verschaffte Sexarbeiter*innen in Deutschland erstmals Rechte:

– das Recht auf ihren Lohn,

– das Recht auf Aufnahme in die staatlichen Sozialversicherungen bei einer abhängigen Beschäftigung

– und bestrafte nicht mehr automatisch BordellinhaberInnen für das zur Verfügung stellen guter Arbeitsbedingungen.

Man sprach von einem Paradigmenwechsel in der Rechtsgeschichte, doch leider blieb das Gesetz in weiten Bereichen seiner Umsetzung auf die Praxis stecken.  Bei der Verabschiedung hatten die PolitikerInnen noch versprochen, es auf weitere Rechtsgebiete, wie das Ordnungswidrigkeitengesetz und das Gewerberecht, zu übertragen. Dazu ist es leider nicht gekommen. Stattdessen ist die Politik einen sehr restriktiveren Weg mit der Verabschiedung des sog. Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) gegangen.

Schlagwort: ProstG