„Bordelle öffnen! Sexarbeit gleichstellen!“

Seit Beginn des Lockdowns sind Bordelle geschlossen und Sexarbeit verboten. Die damit verbundenen Ausfälle treiben die Betriebe und Sexarbeiter*innen in den Ruin. Trotz vorhandener Hygienekonzepte ist keine Änderung in Sicht, obwohl andere Branchen gerade wegen ihrer Hygienekonzepte den Betrieb wieder aufnehmen durften. Wir fordern ein Ende der Ungleichbehandlung und Perspektiven aus dem Lockdown!

Protest in Hamburg im Juli 2020
Geschlossene Front beim Protest der Sexarbeiter*innen im Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli im Juli 2020

Signings

0

Goal

0

 
 

Achtung: Nach dem Unterzeichnen können sie für unsere politische Arbeit direkt spenden. Bitte bedenken Sie, dass wir zwar ein eingetragener Verein sind, jedoch als Berufsverband nicht gemeinnützig sein können (per Gesetz). Daher können wir leider KEINE Spendenquittung ausstellen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung. Vielen herzlichen Dank!

Appell

Seit Monaten ist Sexarbeit verboten und alle Bordelle bleiben auf staatliche Anordnung hin geschlossen. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Die Begründungen halten einer genauen Prüfung nicht stand, denn selbstverständlich lassen sich bei der Sexarbeit und gerade in Bordellen angemessene Corona-Schutzmaßnahmen und Dokumentationspflichten umsetzen.

Mit einem zweckmäßigen Hygienekonzept und eingeschränkten Angeboten von sexuellen Dienstleistungen ist die Ansteckungsgefahr mit SARS CoV 2 genauso gering wie beim Frisör, im Kosmetik- oder Massagestudio oder beim Kontaktsport und Paartanz.

Prostitutionsgegner*innen nutzen die derzeitige Lage aus und fordern ein generelles Sexkaufverbot. Kund*innen und Bordellbetreiber*innen sollen kriminalisiert werden. Sie werden als Täter*innen und Ausbeuter*innen bezeichnet, obwohl die offiziellen Zahlen, z. B. des BKA, und alle Erfahrungen dagegen sprechen.

Bordellbetreiber*innen und Sexarbeiter*innen werden durch die Verbote in ihrer Existenz bedroht. Sie benötigen ihr Einkommen und wollen ihren Kund*innen professionelle Dienstleistung anbieten. Daher fordern wir:

  • Beenden sie das geltende Berufsverbot für Sexarbeiter*innen und die damit einhergehnden Schließungen der Bordelle sofort.
  • Setzen Sie die erfolgreiche Politik zur Entkriminalisierung, Gleichstellung und Professionalisierung der Sexarbeit konsequent fort.
  • Treten Sie den derzeitigen opportunistischen Forderungen nach einem generellen Sexkaufverbot in Deutschland entschieden entgegen.

 

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf unserer Informationsseite

Junge Sexarbeiter*innen kämpfen selbstbewusst für ihre Rechte
Junge Sexarbeiter*innen kämpfen selbstbewusst für ihre Rechte auf der Herbertstraße in Hamburg.

Diese Kampagne wird unterstützt von:

Wir danken an dieser Stelle unseren Partner*innen für ihre tatkräftige Unterstützung und Kooperation im Kampf für Rechte aller Menschen in der Sexarbeit – Vielen herzlichen Dank, dass ihr da seit und mitmacht!

BesD – Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V.
Aidshilfe Essen
Aidshilfe Essen e. V.
Kassandra e. V.
Fachberatungsstelle für Prostituierte
Phoenix e. V.
Fachberatungsstelle für Sexarbeitende
ragazza!
Hilfen für drogenkonsumierende und/oder der Sexarbeit nachgehende Frauen
bufas e. V.
Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter

Madonna e.V.
Treffpunkt und Beratung für Sexarbeiterinnen
Deutsche Aidshilfe e. V.
Deutsche Aidshilfe e. V.
SeLA e. V.
Beratungsstelle für Menschen in der Sexarbeit