„Happy Nights“ im THEATERBREMEN

„Happy Nights“ im THEATERBREMEN

ist eine Überraschung und Freude am Theaterhimmel.

Unter der Regie von Lola Arias – und von phantastischen Sexarbeiter*innen und Tänzer*innen – wurde dokumentarisches Theater mit Tanz kombiniert. Dabei wurde im ersten Raum zunächst die Biographie von Hannelore, der 78-jährigen Besitzerin der Happy Night-Bar in Bremen erzählt und zwar im Kontext der jeweiligen Veränderungen der letzten Jahrzehnte.

Sehr anschaulich ging es in den verschiedenen Räumen (vor der LifeCam, einem Dominastudio, einem Apartment und einer Modellwohnung) um die Vielfalt der sexuellen Dienstleistungen und Sexualität an sich. Sexarbeiter*innen gaben hier laufend individuelle Einblicke in ihre Arbeitsabläufe und -inhalte. Die Tänzer*innen gingen dabei von Raum zu Raum und erzeugten mit Ihren erotische Tanzdarbietungen, z. T. Akrobatik, eine besondere Atmosphäre.

Dabei lag es in der Verantwortung der Zuschauer*innen, selbst den Weg von einem Raum zum anderen und die jeweilige Verweildauer zu bestimmen. So verpasste man auf jeden Fall was, aber genoss umgekehrt die ein oder andere Inszenierung von A bis Z.

In war begeistert von der Idee, wie hier die Geschichten der Sexarbeiter*innen dokumentarisch umgesetzt worden war, von dem schauspielerischen und tänzerischen Können, der Tiefe und den Details der Präsentation. Oft sagte ich für mich: Wie wahr – wie wahr!

DANKE an die gesamte Company – besonders an Bea und Kay.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Freude und Erfolg und fände es grandios, wenn Ihr auch in anderen Städten „Happy Nights“ aufführt… denn über diesen künstlerischen Ansatz ist es leichter, Realitäten über die so vielfältige Sexarbeitsbranche zu vermitteln und gleichzeitig sexuelle Aufklärung zu betreiben. Denn alle Zuschauer*innen beschäftigen sich automaisch mit den Fragen: „Welche Bilder haben wir von Sexarbeit im Kopf? Wie lebe ich meine eigene Sexualität? Was sind meine Wünsche und Gelüste? Welche Tabus erlebe ich? Und wie ist es mit der Kommunikation darüber bzw. der allgemeinen Sprachlosigkeit? uvm.“

Sexarbeit auf der Bühne zu sehen, macht den Wert und die große Bedeutung von Sexualität und der Arbeit in unserer Branche deutlich.

Stephanie Klee

Pressestimmen:
https://www.ardmediathek.de/video/buten-un-binnen-oder-regionalmagazin/dieses-bremer-theaterstueck-laesst-sexarbeitende-sprechen/radio-bremen/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL29wZW5tZWRpYS8zXzI1Nzg5NS9zZWN0aW9uL3VybjphcmQ6ZXBpc29kZTo1YjQzMGI5OGVmMWVlMzZk

https://www.facebook.com/TitelThesenTemperamente/videos/1395084487708587/?mibextid=rS40aB7S9Ucbxw6v

Schlagwort: Tanz