24. November 2015

Protest von SexarbeiterInnen und Sympathisanten

Fotografin F. Strack

Protestaktion von SexarbeiterInnen und SympathisantInnen zur geplanten Registrierungspflicht der Bundesregierung.

Das Fachgespräch der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen „Prostituiertenschutzgesetz: Wo Schutz drauf steht, muss Schutz drin sein“ im Deutschen Bundestag am 24.11.2015. mit den exzellenten Experten:

Ulle Schauws MdB, frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen,
Heidrun Nitschke vom Gesundheitsamt in Köln,
Anja Kasten vom Bundesverband erotische und sexuelle Dienstleistungen und
Dr. Anja Schmidt von der Universität Leipzig

hat einmal mehr gezeigt, wie leicht es ist, immer wieder Bekanntes zu bestätigen und wie schwer es ist, den üblichen Blick auf die Prostitution und ihre Beteiligten zu verändern, nämlich

SexarbeiterInnen nicht als ständig Opfer sondern als aktiv Handelnde zu sehen, mit dem Recht auf Respekt, rechtlicher Gleichheit und der Notwendigkeit von Professionalität,BordellbetreiberInnen nicht ausschließlich als Kriminelle und Ausbeuter zu bezeichnen, sondern ihnen den Status als UnternehmerInnen zuzugestehen und sie daran auch zu messen; denn sie sind der Dreh- und Angelpunkt für gute Arbeitsbedingungen für SexarbeiterInnen – mit der Einführung von Mindeststandards als einen ersten Schritt,und Kunden endlich als solche wahrzunehmen und auch mit ihnen in den Dialog zu treten.
Weitere Infos zum Fachgespräch:

Bündnis 90 Die Grünen

überarbeiteter Referentenentwurf [683 KB]

P R E S S E M I T T E I LU N G !

Berlin, am 24.11.2015 ab 10:15 Uhr: 

"Wir lassen uns nicht registrieren!" - "Wir haben ein Recht auf unsere Arbeit!"
Sexarbeiter*innen und ihre Unterstützer*innen protestieren heute vor dem Deutschen Bundestag/Paul-Löbe-Haus gegen das geplante "Prostituiertenschutzgesetz". Anlass ist das ab 11 Uhr stattfindende Fachgespräch der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: „Prostitutionsschutzgesetz: Wo Schutz drauf steht, muss Schutz drin sein“.

Mit Plakaten und roten Regenschirmen, dem internationalen Symbol der Sexworker-Bewegung, erklären sie ihren Widerstand "gegen Zwangsberatung, Zwangsouting, Kontrolle und weitere diskriminierende Behandlung". 

"Wir fordern gleiche Rechte wie andere Selbstständigen und Gewebetreibende. Wir bestehen auf unser grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Arbeit."
"Das Ziel, Menschenhandelsopfer aufzudecken, wird mit diesen Maßnahmen sicher nicht erreicht! – Rechte, Respekt und Professionalität brauchen wir.", so Stephanie Klee, Sexarbeiterin.
Als Pressevertreter*innen sind Sie herzlich eingeladen, die Aktion zu begleiten, zu filmen, zu fotografieren und Ihre Fragen zu stellen.

Zeit: 24.11.2015, 10:15 Uhr
Treffpunkt: Vor dem Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin.

Dies ist eine Aktion im Rahmen des bundesweiten Boykott-Aufrufes gegen die Pläne der Bundesregierung.
Aktionsbündnis gegen das geplante sog. ProstituiertenSchutzgesetz
V.i.S.P.: Stephanie Klee, 0174-9199246

Weitere Infos:
Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, BSD e.V.: http://www.bsd-ev.info/
Detaillierte Stellungnahmen zum geplanten "Prostituiertenschutzgesetz":
http://www.bsd-ev.info/aktuelles/19092015.php
Hydra e.V., Treffpunkt und Beratung für Prostituierte, http://www.hydra-berlin.de/
Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen, BesD e.V.: http://berufsverband-sexarbeit.de/