17. Dezember 2016

Pressemitteilung

17. 12. 2016, 16.00 Uhr
An der Ecke Ebertstr/Scheidemannstr. (Regierungsviertel)
Aktion vor dem Bundestag zum

Internationalen Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen

Noch immer sind Sexarbeiter*innen überall auf der Welt Gewalt und Willkür ausgesetzt, sowohl von Privatpersonen, als auch von Institutionen.
Hier gilt es, in nationalen als auch internationalen Zusammenhängen gemeinsam dagegen zu kämpfen und auf Missstände hinzuweisen.

Eine Gruppe Berliner Sexarbeiter*innen ruft auf, sich am 17. Dezember 2016, dem Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Sexarbeiter*innen, solidarisch mit Sexarbeiter*innen und Prostituierten zu zeigen, und an ihrem Protest und Gedenken teilzunehmen.

Gewalt gegen SexarbeiterInnen äußert sich zwar auf der persönlichen Ebene, wird aber vor allem auch auf der strukturellen Ebene verursacht: durch die stigmatisierenden und diskriminierenden gesetzlichen Regelungen zur Ausübung der Prostitution und durch eine restriktive Migrationspolitik.

Stephanie Klee/Sexarbeiterin aus Berlin weist zusätzlich auf die Gefahren hin, die mit dem gerade verabschiedeten ProstituiertenSchutzGesetz einhergehen werden: dieses Gesetz mit regelmäßigen „Zwangsberatungen und Zwangsregistrierungen“ führt zur Verunsicherung von Sexarbeiter*innen; sie werden zusätzlich stigmatisiert und ausgegrenzt und sie werden abtauschen und unsichtbar weiter anschaffen. Was wir brauchen sind Rechte, Respekt und Professionalisierung.

Die Politik sollte dem Rechnung tragen: Ignoranz ist inakzeptabel. SexarbeiterInnen sind Frauen, Männer und Transgender Personen, denen uneingeschränkt alle Menschenrechte zustehen.

Die Aktion am 17.12.2016